Presseberichte

 

 

 

 

über unsere Autoren:

 

Marie Rossi

Anita Hermeling

Wolfgang Scholmanns

Maria Weise

Peter Heilmann

Hans Werner

Thomas Pauls

Nicole Henser

Hanna Jakob

An dieser Stelle finden Sie unsere veröffentlichten

Presseberichte/Interviews

 

1. Literaturpreis der Trude-Unruh-Akademie in Magdeburg vergeben 
Geschichten von Generationen 
Von Birgit Ahlert  

623 Autoren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien beteiligten sich am Literaturwettbewerb der Trude-Unruh-Akademie. Unter dem Titel „Heute wir, morgen Ihr“ waren Geschichten über Generationen gefragt. Am Sonnabend wurden die besten Beiträge ausgezeichnet, in Anwesenheit von Schirmherrin Trude Unruh, Gründerin der Grauen Panther.
   Sudenburg. „Das Alter macht mir keine Angst, denn alt, das werden wir alle mal“, Zeilen eines zehnjährigen Jungen, der sich mit seinem Gedicht an der Aktion des Vereins Die Grauen beteiligt hat zum Thema: Wie stelle ich mir das Alter vor? Ausgestellt wurden die Ergebnisse anlässlich der Auszeichnungsveranstaltung zum Literaturpreis der Trude-Unruh-Akademie im Ramada-Hotel. Aus allen Teilen Deutschlands waren Autoren angereist, sogar Österreicher trotzten den widrigen Wetterbedingungen. Hauptpreisträger René Wegler aus Torgau jedoch war von verschneiten Straßen an der Anreise gehindert worden. Seine Siegergeschichte „Der Friedensschwur über dem Fluss“ wurde dennoch verlesen. Dies übernahm Literaturkennerin und Autorin Marie Rossi, die den Wettbewerb mitinitiiert und organisiert hatte.
   Die Zweitplatzierte, Sandy Green, lebt in Fürth und konnte nach sechstündiger Reise ihren Preis in Empfang nehmen für ihre Geschichte „Ein kleines Stück Himmel“. Mit „Vier Worte fehlten“ erschrieb sich Christian Staden aus Henstedt-Ulzburg (bei Hamburg) den dritten Platz. Einen Sonderpreis vergab zudem das Ramada-Hotel an André Krajewski aus Wuppertal für „Canossa“. Überreicht wurden die Auszeichnungen u. a. von Dieter Meyer, Leiter der Trude-Unruh-Akademie, und Prof. Erno Wolfshohl, Vizepräsident des Bundesverbandes Graue Panther e.V.
   Die besten 40 Geschichten des Wettbewerbs sind in dem Buch „Heute wir, morgen Ihr“ vereint, das ab sofort im Buchhandel zu haben ist (ISBN 3-936544-56-5). Es handelt sich um Erzählungen über das Leben verschiedener Generationen miteinander, geschrieben von Autoren jeden Alters. Jüngste erfolgreiche Teilnehmerin ist die 25-jährige Studentin Katja Arnold.
   Umrahmt wurde das Programm von jungen Leuten. Die Musikschülerin Anne Richter spielte auf der Gitarre und das Tanztheater Elbaue beglückte die Gäste mit Tänzen in bunten Kostümen „für das ,graue Gold’, die ältere Generation“, so hieß es in der Ankündigung. Den Organisatoren liegt der verbindende Gedanke zwischen jüngeren und älteren Menschen sehr am Herzen, und so wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Senioren- und Kinderschutzbund organisiert.
   Eine begrüßenswerte Idee. Denn „alt werden wir schließlich alle mal“, formulierte schon richtig der zehnjährige Verseschreiber. Die Frage ist nur wie, betont Akademie-Leiter Meyer, und wünscht sich viel mehr Veranstaltungen, die Generationen verbinden. So würde er gern die Ausstellung mit den Kinderbeiträgen zum Thema Alter auch anderenorts zeigen und mit jungen wie älteren Menschen darüber ins Gespräch kommen. Natürlich auch über die Literatur.

 

Badische Zeitung, Donnerstag, den 9.2.2006
"Der Seidenfaden": Das erste eigene Buch ist fertig                                    Waldorfschülerin Hanna Jakob (18) hat ein 128 Seiten starkes Erstlingswerk geschrieben / Erscheint im  Autorenverlag

Schon immer war es ihr Traum, ein Buch zu schreiben. Den hat
sich die 18-jährige Waldorfschülerin Hanna Jakob nun verwirklicht:
"Der Seidenfaden" heißt ihr 128 Seiten starkes Erstlingswerk, das als Jahresarbeit in der 12. Klasse entstand und   im Freiburger Autorenverlag "Artep" erscheinen wird. Das Manuskript ist fertig und geht nun  in Druck.
In sechs Wochen soll das Buch auch im Buchhandel erhältlich sein. Um gedruckt zu werden, muss die Autorin mindestens 100 Vorbestellungen zusammenbekommen,  wofür sie in der Schule, bei Freunden und Verwandten schon recht erfolgreich warb. 130 Bestellungen sind es bisher.  Alle sind nun gespannt, bis  sie das Buch in die Hand bekommen.
Zum Inhalt: Erzählt wird die Geschichte der 16-jährigen Sophie, die alleine mit ihrer Mutter in einer Kleinstadt lebt.  Mutter und Tochter leben sich immer mehr auseinander. Aus ihrer Einsamkeit heraus beschließt Sophie, "ihr eigenes Leben zu führen nach ihren Vorstellungen, ohne Kompromisse oder Rücksichtnahme auf ihre Mitmenschen", wie es im Verlagstext heißt. Im Buch spielen verschiedenste  Charaktere eine Rolle. Es geht um die Problematik zwischen Eltern und Kindern, um Pubertät, Drogen, Gruppenzwang, Freundschaft, Beziehungen und auch um den Tod.    Die Autorin hat sich intensiv mit Erfahrungen in Todesnähe auseinandergesetzt  und stellt den Tod als einschneidendes Ereignis dar, das die Sichtweisen auf das Leben weitreichend verändert.
Hanna hat auch den Bucheinband selbst  gestaltet und erhielt  bereits ein Angebot für eine Lesung.  Kurzgeschichten entworfen und Gedichte verfasst hat sie  schon immer gerne, aber  ihre Geschichten nie zu Ende gebracht.
 Im Herbst 2005 wurde zum ersten Mal ein Werk von ihr veröffentlicht. Es handelt sich um eine Kurzgeschichte zum Thema Glück, die in der Anthologie "Glück zu verschenken"  enthalten ist, herausgegeben vom Autorenverlag. Wie
schreibt man ein Buch?  Zunächst hat Hanna  "einfach drauf losgeschrieben" bis der Rohentwurf zur Hälfte fertig war. Dann hat sie das Beziehungsgeflecht mit den Charakteren in einem großen Schaubild dargestellt, um das Handlungsgerüst stimmig zu Ende zu führen. Für jedes Kapitel erarbeitete sie ein klares Konzept, befasste sich mit Schreibstilen und hat zuletzt  mit  viel  Zeitaufwand "an jedem Wort gefeilt". Bei ihrem schriftstellerischen Einstand hat sie wichtige Erfahrungen gesammelt  - angefangen vom Organisieren bis zur öffentlichen Präsentation.
Der Autorenverlag "Artep" wurde von Autoren gegründet, um sich gegenseitig bei der Herausgabe von Büchern und Zeitschriften zu unterstützen. Im Vordergrund steht die Buchveröffentlichung, ohne teure Druckkostenzuschüsse finanzieren zu müssen. Die Autoren bestimmen selber den Buchpreis und das damit verbundene Honorar. Je höher die Erstauflage, desto höher das Honorar.

***************************************************

LITERATUR / Nach einem Krimi und einem Familienroman hat der Dümptener Autor Peter Heilmann jetzt satirische Erzählungen über seine Zeit bei der Bundeswehr geschrieben. Thomas Emons DÜMPTEN.

Peter Heilmann ist ein vielseitiger Autor. Nach seinem Krimi "Durchgeknallt" und seinem Familienroman "Seine Heiligen" hat der Dümptener jetzt eine Satire geschrieben.

Ankdotische Episoden In "Heldenschmiede", der Titel ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, schildert der 59-hährige Ex-Polizist in humoristischen Erzählungen die komischen Seiten seines Wehrdienstes. Die anekdotischen Episoden, in denen Heilmann Sinn und Unsinn von Befehl und Gehorsam, Schikanen und militärischem Drill auf die Schüppe nimmt, liegen zwar schon fast 40 Jahre zurück, lassen aber auch heute noch schmunzeln... ... "Wir sind eine Truppe, die den Feind so lange am Lachen hält, bis die richtigen Soldaten kommen", erinnert sich Heilmann an einen Kameradenspruch aus seiner zweijährigen Bundeswehrzeit. Lustig und lesenswert wird Heilmanns Buch, wenn er in seiner ungekünstelten und unverblümten Sprache Charaktere und Situationen beschreibt, wie etwa den Vorgesetzten, der schon in der Wehrmacht gedient hatte und die Zeit vergaß, wenn man ihn auf seine Munitionskartuschensammlung ansprach... ... Allzu menschlich schildert Heilmann seinen Wehrdienstalltag bei einer Versorgungskompanie, wenn er etwa gemütliche Strafaktionen, wie das Unkrautzupfen oder nächtliche Kneiptouren beschreibt, bei denen sich fast die gesamte Truppe ausgerechnet in den Lokalitäten traf, die offiziell für Soldaten tabu war.

 ******************************************

 

 

Klang der Sprache auf der Spur

Sein drittes Buch: Hans Werner veröffentlicht die Gedichtsammlung »Herbstblumen

 

Schramberg. Es ist bereits das dritte Buch, das Hans Werner unter seinem Na­men veröffentlicht, und wie es scheint, fühlt sich der Schramberger Autor in fast jedem literarischen Genre zuhause.

 

Nach dem Erzählband »Aus mir selbst« und dem Roman »Lauras Flucht« legt Werner nun eine Gedichtsammlung unter dem Titel »Herbstblumen« vor.

Die Sammlung erscheint im Autorenverlag Artep und enthält fast alle Gedichte, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten von Hans Werner verfasst worden sind. Sie sind entstanden aus der Freude am gereimten Wort, einer Freude, die man den oft biographischen Texten auch anmerkt. Auf der Suche nach dem Klang der Sprache, der den Worten innewohnenden Musik hat Werner daher abstrakte Wortkonstrukte, wie sie in moderner - und oft reimloser - Lyrik häufig anzutreffen sind, bewusst vermieden. Stattdessen wiegen sich die Verse oftmals im Takt der Sprachmelodie, entwickeln ihren eigenen Rhythmus, bilden harmonische, lyrische Kompositionen. Dass diese klangliche Harmonie oft in krassem Gegensatz zur inhaltlichen Aussage steht, ist dem Autor nicht nur bewusst, der Widerspruch ist durchaus von ihm beabsichtigt. Denn viele Texte verweisen - oftmals ausgehend von Alltagssituationen - auf die Gefahren der Zeit, die Brüchigkeit der Gesellschaft. Allerdings ist der Themenkreis sehr weit gesteckt: Die Gedichte sind verschiedenen Überbegriffen zugeordnet, die sich wie konzentrische Kreise von sehr persönlichen Erfahrungen des »Elternhauses« zu all gemeineren Themen, wie »Gott und die Welt«, »Natur und Jahreszeiten« und »Zeitkritik«, weiter ausdehnen und entfalten.

Manche der Texte gehen bis auf die Jugendzeit des Autors zurück, so dass »Herbstblumen« in einer Art kleiner Gesamtausgabe fast das ganze lyrische Werk von Hans Werner in sich vereint.

 

WEITERE INFORMATIONEN: Das 124 Seiten starke Büchlein ist im Artep-Verlag erschienen und in den örtlichen Buchhandlungen oder beim Autor selbst erhältlich

************************************************************************

Stimme des Herzens und der Finsternis

"Nacht der Bibliotheken": Spannende, gruselige, lustige und sehr bewegende Literatur in der Stadtbücherei

Von Sylvia Sauser

ALTENA · Eine lange Nacht für Leseratten präsentierte die Stadtbücherei am Freitag. Im Rahmen der landesweiten "Nacht der Bibliotheken" gab es ein abwechslungsreiches Programm, mit der Besucherresonanz zeigten sich Antonius Gusik und seine Mitarbeiterinnen sehr zufrieden.

Um 17 Uhr stellte Gabriele Ossenberg-Engels im Lesecafe den amerikanischen Fantasy-Autor Tad Williams vor und las aus seinem Buch "Die Stimme der Finsternis". Es handelt von einer Karawane, die in den Wäldern des Kaukasus überfallen wird. Die Reisenden flüchten in die Berge, in denen ein Vampir leben soll. In jeder Nacht verschwindet einer der Männer, durch Geschichtenerzählen wollen sie den Vampir in den weiteren Nächten vom Töten abhalten. Doch dieser bietet den Männern einen tödlichen Wettstreit an. Bezeichnend für die Werke von Tad Williams sei auch in diesem Buch sein Verständnis für das Böse und sein Erbarmen mit den Bösen. Das Buch "Stimme der Finsternis" entstand 2001 in Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Nina Kiriki Hoffman.

Am Abend fand im Saal unter dem Dach eine Autorenlesung mit Thomas Pauls statt. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 2003 stand er vor der schwierigen Aufgabe, seinen damals 6 und 13 Jahre alten Söhnen dieses Schicksal zu erklären. Warum musste Mama sterben? Auf diese Frage wusste er keine Antwort. Aber es kamen noch mehr Fragen: Wie ist das mit dem Sterben? Und was kommt danach? Auch der Pfarrer stellte eine Frage: Wollen Sie keinen Abschiedsbrief schreiben? Aus seiner eigenen Sprach- und Hilflosigkeit heraus entstand ein Buch, das anderen Betroffenen helfen soll, ihre Kinder in ihrer Trauer zu begleiten. Sie nicht nur zu trösten oder zu vertrösten, sondern Zugang zu ihnen zu finden, mit ihnen im Gespräch zu bleiben, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen und mit ihnen die neue Lebensphase zu meistern.

Einen Brief, wie es der Pfarrer angeregt hat, kann Pauls nicht schreiben, aber sein jüngerer Sohn beginnt zu malen. Über diese ersten Tage nach dem Krebstod seiner Frau, die fünf Jahre lang gegen ihre Krankheit angekämpft hat, handelte die erste Geschichte, die der Autor vortrug. "Ein Brief an Mama" hinterließ wohl bei den meisten Zuhörern ein beklemmendes Gefühl, jeder hat wahrscheinlich schon einen liebgewonnenen Menschen verloren und so herrschte nach dieser einfühlenden Erzählung zunächst Schweigen. Sehr intim waren die Einblicke, die Pauls seinem Publikum gestattete. Die Trauer der Oma, die sagt, Mama sei nun im Himmel. Die Söhne, die sie dort aber nicht sehen können oder sich nur schwer vorzustellen vermögen ihre Mutter sei nun ein Engel. Der Ehemann, der einen Abschiedsbrief schreiben soll, aber doch gar nicht Abschied nehmen wollte. Gibt es Gott? Können ihn vielleicht nur Erwachsene sehen? Wer hat über den Tod von Mama bestimmt, war das Gott? Die Familie kommt nach langen Gesprächen überein, die Mutter so in Erinnerung zu behalten, wie sie sie kannten und mochten. Der jüngere Sohn schreibt einen Brief und bewältigt seine Trauer durch malen. Immer sind vier Personen auf seinen in bunten, fröhlichen Farben gehaltenen Bildern zu sehen.

Eine andere Geschichte des Buches "Und was kommt danach" erzählt in Bildern von der Vergänglichkeit der Natur, vom Blatt, das sich freut, als der Wind es vom Baum mit auf die Erde nimmt. Es möchte mit den anderen Blättern zu Kompost werden, um dem Baum neue Kraft zu schenken. Auch eine Geschichte über den Tod des Hamsters erzählt Pauls, er wird unter dem Himbeerbusch "beerdigt", eingehüllt in Watte und mit einem Stück seines Lieblingskäses. So kann das Kind das Geschehen verarbeiten, kann die Trauer annehmen und bewältigen.

Die letzte Geschichte "Und was kommt danach" behandelt das Thema Seele und Körper, was passiert nach dem Tod mit dieser Einheit? Am Beispiel von Opas altem Handschuh, den sich die Mutter anzieht und langsam wieder von der Hand streift, wird den Kindern verdeutlicht, das die Seele den Körper im Leben ausfüllt, nach dem Tod fällt der Körper, die Hülle, leer zu Boden.

In der anschießenden Diskussion wurde deutlich, das Kinder anders trauern als Erwachsene und das sie das Recht dazu haben. Der Umgang mit dem Tod ist in unserer Gesellschaft nicht mehr alltäglich, er wird ausgeblendet. Oft bekommen Kinder auf ihre Fragen nur oberflächliche Antworten, weil der Tod für die Erwachsenen zum Tabu-Thema geworden ist. Das versucht Thomas Pauls mit seinem Buch zu ändern. Der Tod gehört zum Leben dazu wie die Geburt, wenn man das akzeptiert, dann kann man mit dem ganzen Thema unbefangener umgehen.

Durch seine Schwester, selber Autorin, wurde Pauls zum Schreiben angeregt, sein Buch zur Trauerbegleitung ist in der Buchhandlung Katerlöh erhältlich.

© [31.10.2005] Märkischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Verlags


******************************

Westfälische Rundschau vom 2.11.2005

Bücher für alles gut

Zwischen Gruseln und Lachen

Altena. (tob) Das Buch ist eines der ältesten Medien, dass die Geschichte kennt. In der „Nacht der Bibliotheken'' konnten die Altenaer Leseratten sich in der Stadtbücherei bis tief in die Nacht in Büchern verlieren. Verschiedene Lesungen, mal gruselig, lustig oder auch nachdenklich warteten auf die Gäste.

Im Keller der Bücherei gruselten sich Groß und Klein bei Schauergeschichten im Kerzenschein. Ulla Rinke und Stefanie Ingenpaß brachten Geschichten, teils selbstgeschriebene mit.

Amüsant wurde es im Cafe Leselust: Kabarettistische Text zeichneten ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer. Während der „Nacht der Büchereien" hatten die Gäste die Auswahl zwischen unterschiedlichen Themen.      (tob)

Autorenlesung:

Was sagt man Kindern, wenn Eltern sterben?

Fortsetzung von Lokalseite 1

Altena. (tob) Thomas Pauls stellte am frühen Abend im Rahmen der „Nacht der Büchereien'' in der Stadtbücherei sein Buch „Und was kommt danach?" vor.

Nach dem Tod seiner Frau 2003 stand er vor der schwierigen Aufgabe, seinen damals sechs- und 13-jährigen Söh­nen zu erklären, was passiert war. Wo ist Mama? Warum ist sie nicht mehr da? „Kinder gehen sehr viel offener mit dem Tod um", erklärte der Autor. „Sie trauern auch, sehr intensiv sogar, aber sie verarbeiten Dinge ganz anders."

Der jüngere Sohn habe angefangen zu malen; immer Bilder mit vier Personen. „Die Mama war immer dabei", erklärte Pauls. Das Buch ist kein Tatsachenbericht, nein, es sind Kurzgeschichten, die zeigen, wie Kinder den Tod verarbeiten.

Da wird von zwei kleinen Brüdern geschrieben, die ihre Mutter verlieren und einen Brief schreiben. Die beiden verstehen nicht das Mama nun im Himmel und bei Gott ist. „Vielleicht sieht man Gott erst wenn man erwachsen ist", denken die beiden.

Eine andere Geschichte erzählt von Willi, Sabines Hamster. Will wird in einem Blumenbeet beerdigt, doch eins muss mit: ein Stück von Willis Lieblingskäse - ohne gehts nicht.

Das Buch vermittelt auf eindeutige Weise, wie Kinder mit Verlusten umgehen. Es gibt sogar schon Anfragen für Lesungen aus Bayern.

 

 ********************************************************************************************

 

Etwas Sex und etwas City

26.10.2005 / LOKALAUSGABE / KLEVE

 

BÜCHER / Als Nicole Matzmohr die Mutterrolle zu langweilig wurde, begann sie zu schreiben. Jetzt erscheint ihr Erstlingswerk: Ein recht prickelnder Roman über eine Berliner Multi-Kulti-WG.

KERVENHEIM. Ihre Lektorin hat Nicole Matzmohrs Erstlingswerk als "Sex and the City vom Niederrhein" geadelt. Ein literarischer Ritterschlag, der zwar nicht unbedingt die Eintrittskarte in einen elitären Schriftstellerclub ist, durchaus aber als Indiz auf die leicht konsumierbare Kost dient, die die 37-jährige Schriftstellerin mit ihrem Roman "Das Beziehungsexperiment" geschaffen hat.

Das Buch "hat mich vorm Verblöden gerettet", meint die vor sechs Jahren nach Kervenheim Zugezogene auf die Frage, wie eine Mutter in der Babypause ans Schreiben kommt. "Plötzlich war ich den ganzen Tag mit dem Kind allein." Dazu die ungewohnte, dörfliche Umgebung - da hat sich Frau Matzmohr unter dem Pseudonym Nicole Henser eben ihre eigene Welt geschaffen: Eine Berliner Vier-Nationen WG, in der es zwischen allen Beteiligten mächtig knistert und knallt - eben ein Beziehungsexperiment.

Vier Geschichten zu einer verwebt

In dem verwebt Matzmohr/Henser gleich vier parallele Geschichten zu einer. Szenenartig erzählt sie von Brian, dem australischen Superkoch, der sich immer mal wieder gern weibliches Frischfleisch ins Bett holt, bis die Mutter einer Gespielin den Spieß umdreht und seine Herrin wird. Oder von der Berliner Krankenschwester Bea, die sich in einen Koma-Patienten verliebt, der nach einiger Zeit aufwacht. Oder von der attraktiven Schwedin Mona und dem Amerikaner John, die beide in der WG wohnen und ihre Mitbewohner an Freud und Leid ihrer Liebesbeziehung ausgiebig teilhaben lassen. Oder vom schwulen Tommy - Monas Bruder -, der in das ohnehin schon recht erotische Beziehungsgeflecht eine gute Prise Homosexualität einbringt.

Angefangen hat das Buch als Geschichten-Sammlung, die Matzmohr per E-Mail mit ihrer Cousine gesponnen hat. "Irgendwann meinte sie ,lass uns doch ein Buch schreiben." Da war Nicole Matzmohrs Ehrgeiz geweckt - und wurde so stark, dass die Cousine ihr die Feder bald allein überließ. Zwei Jahre später ist das teils recht derb geschriebene 208-Seiten-Werk fertig. Verkauft wird es über den Autorenverlag Artep. Der druckt nur so viele Bücher, wie auch bestellt werden und finanziert sich unter anderem durch die angeschlossenen Schriftsteller, die alle drei Monate ein Buch ihrer Kollegen kaufen.

Lesung im Potthauscafe?

Nun hofft die Wahl-Niederrheinerin, dass auch darüber hinaus Bücher-Freunde gefallen am "Beziehungsexperiment" finden - auch wenn sie selbst an den je 14,20 Euro kaum etwas verdiene. "Vor allem Frauen und Männer mit weiblichen Anteilen", seien ihrer Meinung nach die Zielgruppe des Buchs - eben wie bei "Sex and the City".

Wer Nicole Matzmohr einmal persönlich kennen lernen möchte, ist am Samstag, 5. November, ins Kervenheimer Potthauscafe? zur Lesung eingeladen. Dann verrät die Autorin vielleicht auch Details über "Mittsommerleuchten oder der vergessene Gott" - ihr zweites Buch, an dem sie gerade arbeitet.

Der Roman "Das Beziehungsexperiment" ist in jeder Buchhandlung unter ISBN 3-936544-35-2 erhältlich. THOMAS RÜNKER

 

 

 

 

 

 

 

 

                            ******************************************

 

Badische Zeitung, Freitag, den 18.2.2005

Ihr Traumberuf war schon immer, Schriftstellerin zu werden. Sie schreibt gerne Geschichten und Gedichte, aber bislang nur so für sich. Nun will die 17-jährige Schülerin Hanna Jakob ihr erstes Buch veröffentlichen und hat sich dafür der Freiburger Autorengemeinschaft "Artep" als Autorin angeschlossen.

Die im vergangenen Oktober gegründete Autorengemeinschaft will Schriftstellern ermöglichen, über den eigenen Autorenverlag ihre Werke kostenlos zu veröffentlichen, "unabhängig von Einschränkungen und Bestimmungen der Verlage und Buchhandlungen bei der Vermarktung". Auch Hausfrauen oder Schüler sollen sich mit dem Schreiben einen Nebenverdienst aufbauen können. Menschen werden angesprochen, "die sich selber finanzieren wollen, statt sich vom Staat finanzieren zu lassen". Wer nicht selbst kreativ schreiben kann, kann über die Autorengemeinschaft auch einen Ghostwriter beauftragen. Die Autorengemeinschaft wandte sich anfangs in eigener Sache an die Schulen, und dadurch kam Hanna Jakob, die eine Waldorfschule in Südbaden besucht auf die Idee, das Schreiben und Vermarkten eines Buches zum Gegenstand ihrer Jahresarbeit zu machen. Das selbständige Erarbeiten eines größeren Projekts gehört in der 12. Klasse der Waldorfschule zum Pflichtprogramm. Ein Thema für das Buch ist schon gefunden, das Grundgerüst hat die Nachwuchsautorin für sich bereits entworfen. Ein Jahr hat sie Zeit für das Buch. Über "Nahtodeserfahrungen" will sie schreiben, also über Menschen, die auf dem Weg ins Jenseits auf wundersame Weise noch einmal umgekehrt sind zurück ins Leben. Am Beispiel eines Mädchens soll gezeigt werden, wie sich das Leben nach so einer Todeserfahrung verändert.

Eine Vorbestellung von 200 Exemplaren ist Voraussetzung für die Herausgabe des Buches. Finanzielle Vorleistungen in Form eines Druckkostenzuschusses, wie sonst bei Verlagen üblich, gibt es beim Autorenverlag nach eigenem Bekunden nicht. In Abhängigkeit von der Druckauflage wird ein Autorenhonorar von vier bis neun Euro pro Buch versprochen.

Thema der Jahresarbeit von Hanna Jakob wird nicht nur das Werk an sich als praktische Übung, sondern im theoretischen Teil auch die Vermarktung sein. Ihre schriftstellerischen Ambitionen verleiten sie aber, wie es scheint, durchaus nicht zu illusorischen Höhenflügen. "Erst mal das Abi", aber auf jeden Fall will sie später weiter schreiben.

                                                      *****

 

Pressebericht

von Hannes König

 

 

 

 

 

 

 

 

Alternative zu Hartz IV

Mit guten Büchern...  gutes Geld verdienen

 

Die autorengemeinschaft artep bietet seit ein paar Wochen ein neues Konzept auf dem Arbeitsmarkt an, was sich als Ergänzung oder sogar als Alternative zu Hartz IV sehen lässt. Mitmachen können außer Schriftsteller und Hobby-Autoren auch alle anderen Menschen, die sich auf eine einfache Art und Weise etwas dazu verdienen wollen.

 

In der autorengemeinschaft artep, die ihren Sitz in Freiburg im Breisgau hat, schließen sich Autoren zusammen, die nicht mehr abhängig sein wollen von den Bestimmungen und Einschränkungen der Verlage und Buchhandlungen, was die Vermarktung ihrer Bücher betrifft. Sie wollen ihre Bücher so veröffentlichen, wie sie es für richtig halten. Ein eigener Verlag, der autorenverlag artep, ermöglicht ihnen gleichzeitig als Autor und als Verleger zu agieren. So sind jegliche Interessenskonflikte von vornherein ausgeschaltet.

Gleichzeitig finden sich in der autorengemeinschaft artep auch all die Menschen zusammen, die nicht mehr abhängig sein wollen von den Einkommensbeschränkungen und der Arbeitsmarktpolitik durch Staat und Gesetzgebung. Menschen, die sich selber finanzieren wollen, anstatt sich vom Staat finanzieren zu lassen.

Das Besondere an dieser Gemeinschaft ist, dass deren Mitglieder die unterschiedlichsten Ausgangssituationen haben, was Alter, Herkunft, Beruf, Bildung und Fähigkeiten anbelangt. Hier finden sie sich alle zusammen, um sich gegenseitig finanziell und ideell tatkräftig zu unterstützen.

 

Nicht kritisieren, sondern handeln! Nicht trauern, sondern powern! Nicht reden, sondern schreiben!

 

Und um das Schreiben dreht sich alles bei der autorengemeinschaft artep. Jedes Mitglied veröffentlicht sein eigenes Buch. Doch was machen diejenigen, die nicht kreativ schreiben können? Diese beauftragen über die autorengemeinschaft artep einen Autor, einen Ghostwriter, der dann für sie ein Buch schreiben wird.

Im Gegenzug kümmern sich diese sogenannten Nicht-Autoren mehr um die Vermarktung der Bücher. Und genau diese Vermarktungs-Idee macht die autorengemeinschaft artep zu etwas Außergewöhnlichem.

 

Außergewöhnlich ist auch das Autorenhonorar, das in Abhängigkeit von der Druckauflage im Bereich zwischen vier bis neun Euro pro Buch liegt. Und das ganz ohne jegliche finanziellen Vorleistungen in Form von Druckkosten-Zuschuss, wie sonst bei Verlagen üblich.

 

Was man bei der autorengemeinschaft artep nicht finden kann, sind Arbeitsplätze im Angestelltenverhältnis und Mini-Jobs. Statt dessen kann man seine Arbeit von zu Hause erledigen, am PC und am Telefon.

 

Weitere Informationen zu Vermarktungs-Idee und Verdienstmöglichkeiten erhält man unter www.autorenverlag-artep.de oder per eMail unter autoren@freenet.de

 

Hannes König 12/2004

                                                    * * * * *

 

 

Pressemitteilung

von Lilo Schön

 

 

PRESSEMITTEILUNG
Seit dem 27.10.2004 läuft bundesweit, sowie in Österreich und der Schweiz, die Kampagne der autorengemeinschaft artep. Ziel ist es, allen, die ihre eigenen Bücher veröffentlichen möchten, dies kostenlos zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass die AutorInnen auch Geld - sprich Honorar – dafür erhalten. Damit soll den teilweise in Hartz IV abgerutschten Schriftstellern und Hobbyautoren eine Möglichkeit für ein eigenes Einkommen gegeben werden. Der Nebeneffekt dieser "Hilfe zur Selbsthilfe" ist der, dass nicht nur Autoren auf diese Weise ihre Bücher veröffentlichen und damit Geld verdienen, sondern auch Hausfrauen, Schüler, Studenten, Rentner usw. sich einen Nebenverdienst als sogenannte "Nicht-Autoren" aufbauen können. Weitere Informationen unter
autoren@freenet.de

Ihr Ansprechpartner:

Petra Pauls (Autorin und Herausgeberin)

0761-7679272

www.autorenverlag-artep.de

 

 

 

 

Datenschutzerklärung
Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!