Taschenbuch, 172 Seiten € 9,95

Im Spinnennetz der Privilegien
André Ekama
 
 
In einer einleuchtenden Art und Weise möchte das Buch die Aufmerksamkeit richten zu einem Thema, das alle betreffen und Alltag in vielen „Oasen“ unserer Welt geworden ist. Wie im Netz der Spinnen wird die Korruption als eine Seuche dargestellt, die tief eindringt in den Gesellschaften und wie ein Vulkan ausbricht. Solche Machenschaften werden dargestellt und die Menschen werden von ihren Rechten entzogen, dass sie nur noch in ihrer Opferrolle die Plünderung vom Volk durch skrupellose Gestalten erleiden und dadurch ihre Lebensbedingungen zum Vorteil bringen während das Volk weiterhin gelähmt wird.
 
Wie solche Manöver im Alltag erlebt werden und ob die Akteure Reue zeigen, überspielt der Autor verschiedene Situationen aus dem Leben ergriffen und zeichnet dadurch einzelne Schicksale. Wenn die Staatskontrolle am Kollabieren erscheint, kommt es dazu wie in einem versunkenen Staat vor. Diese wird in einer poetischen Betrachtung beschrieben um in die Tiefe Verbundenheit mit den Opfern Akzente zu setzen für eine Schrei nach Umdenken.
Vielleicht wäre ein privilegloser Staat eine wahre Utopie aber das Buch ist ein Aufruf zum Ausmaß. Denn aus langer Sicht ist die Seuche nicht mehr zu bremsen, wenn sich einige in ihrer Machtausübung alles mögliche erlauben und das Gemeinwohl in einer Lähmung unterdrückt. Denn wie könnte es anders sein im Bewußtsein und zum Wohlergehen alle werden, wenn wir keine Sorgen dafür tragen?
Diese Hauptfrage ist Anstoß dieser Diskussion. Die Charaktere werden in phantasievoller Auswahl dargestellt und sind in ihrer Namengebung frei erfunden.
Im Schatten der Macht wird zwar schwer die Anreize zu erfahren wie man dazu kommt sich dem Gesetz nicht zu beugen scheint und im Genuß der Privilegien zu gelangen so, daß man sich bereichert ohne Rücksicht auf die Misere, die man den anderen zufügt.
In einer sehr einfühlsamen Art kommen die 15 Erzählungen mit präzisen Situationen aus den Machenschaften hinein und so bringt der Autor seine Leser in einer Welt, wo sie staunen und Kopf schüttelnd die Realität wieder erkennen, wo es sein mag.
Ob mit den Erzählungen die Macht des Stempels, Talente ohne Sportförderung oder ein Pfarrer stellt die Korrupten bloß, möchte das vorliegende zweite Buch von André Ekama einen Einblick in die Situation geben, die in vielen Ländern Afrikas herrscht. Er zeichnet ein klares Bild von Machtmissbrauch und Korruption, die dazu führen dass die Diskrepanz zwischen arm und reich immer stärker wird. Es werden auch Lichtblicke aufgezeigt, indem die Geschichten von Menschen dargestellt werden, die nicht der Versuchung erliegen im Sumpf der Korruption zu versinken, sondern ihr den Kampf ansagen und diejenigen, die sich unrechtmäßig bereichern zur Verantwortung ziehen. Alle Orte und Namen sind frei erfunden, die Handlung jedoch ist authentisch. Jede Ähnlichkeit zu realen Personen ist rein zufällig.
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André Ekama stammt aus Kamerun. Er wurde 1968 in einem kleinen Ort, der die aus der deutschen Kolonialzeit stammende Bezeichnung Lolodorf trägt, geboren.
Der studierte Diplommathematiker und Betriebswirt engagiert sich im kulturellen Bereich und lebt in der Metropolregion Rhein-Neckar. Seine Leidenschaft zur Poesie und seine Bewunderung für Senghor haben ihn dazu bewogen mit der Belletristik zu beginnen und nunmehr mit seinem zweiten Buch fortzusetzen. Sein erstes Buch „Schwarzer sein im weißen Himmel“ erschien in Mai 2007, Lumen Verlag.

 

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