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Unsere Neuerscheinung
  im ANovember / Dezember 2007
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Stationen auf dem Weg nach Hause
Berichte und Erzählungen von jüdischen Immigranten aus der ehemaligen UdSSR
herausgegeben von Ruth Schullerus
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Taschenbuch, 80 Seiten, mit historischem Bildmaterial € 7,95
ISBN 978-3-936544-34-3
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"Verdrängen hält die Erlösung auf, sich erinnern bringt sie näher“
ZU DIESEM BUCH  Ruth Schullerus trug von 1995 - 2005 Berichte und Erzählungen über das Leben und Leiden russischer Juden zusammen, die aus Russland und der Ukraine eingewandert waren und denen sie in Lörrach Deutschunterricht gab.
Die Berichte waren so ergreifend, dass sie den Entschluss fasste, eine kleine Auswahl als Mahnmal - und auch als Denkmal- zu veröffentlichen.
Sie schildert, neben den historisch wertvollen Erinnerungen, auch ihr persönliches Erleben als Tochter einer Missionarsfamilie Anfang des 20. Jahrhunderts und die Wirren des 2. Weltkrieges, den sie als junges Mädchen miterlebte. Als Autorin und Herausgeberin gibt sie somit
den Lesern Einblick in ihr Denken und Fühlen.
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"Jeder, der dieses Buch lesen wird, wird auf eine ganz persönliche Art mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts konfrontiert. Sie wird durch diese Zeitzeugen lebendig gehalten und sollte auch unserer Jugend in dieser Form nicht vorenthalten werden.”
Petra Pauls
 
Mit Texten von
Marko Grutmann
Larissa Dobrussina
Anna Matskina
Arkadius Scheinker
Luda Merkina und Lisa Airapetova
Zhana Berschadski
Violetta
Anna Nowossjelowa
und
Ruth Schullerus
                                                                                     
Leseprobe
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Babyn Jar in Weißrussland
Luda Merkina und Lisa Airapetova erzählen über die Flucht ihrer Eltern aus Weißrussland nach Kasachstan, so wie sie es von ihrer Großmutter erzählt bekamen.
 
 
"Jede Russische Republik hat ihr eigenes Babyn Jar“
Unsere Großeltern Libenson wohnten in einem kleinen Ort bei Minsk in Weißrussland. Mit ihren drei Töchtern Lisa, Maria und Soja führten sie bis 1939 ein ruhiges Leben.
1935 heiratete Lisa, die Älteste, und bekam 1936 eine kleine Tochter.
Maria, die Zweite, zog 1935 auf die Krim, um dort Medizin zu studieren. Soja blieb bei ihren Eltern.
Bis 1939 fühlte man sich in Russland noch sicher, da ja Hitler und Stalin einen Friedenspakt geschlossen hatten. Doch im September zogen bedrohliche Gewitterwolken am westlichen Himmel auf: die deutschen Soldaten überschritten die deutsch-polnische Grenze, der zweite Weltkrieg hatte begonnen.
1940 beendete Maria (Ludas Mutter) ihr Medizinstudium und ging als junge ledige Frau auf Anordnung der kommunistischen Regierung nach Kasachstan, um dort als Ärztin zu arbeiten.
1940 verließen auch die Großeltern Libenson mit ihrer jüngsten Tochter die Heimat und zogen auf die Krim. 1941 erklärte Deutschland der UdSSR den Krieg. Deutsche Soldaten überschritten die russische Grenze. Über Russland, besonders über die jüdische Bevölkerung, brach eine Katastrophe größten Ausmaßes herein. Wer fliehen konnte, rettete damit sich und seiner Familie das Leben.
 
Im Sommer 1941 wurden die Großeltern mit Soja von de Krim nach Kasachstan evakuiert. Dort lebte und arbeitete bereits Maria, die 1941 mit Leo Barak die Ehe schloss. 1943 wurde ich, ihre Tochter Luda, geboren. In Kasachstan mussten die Männer in Bergwerken arbeiten oder sie wurden zur Roten Armee eingezogen. Lisa Libenson war mit ihrer Tochter in Weißrussland geblieben, während ihr Mann als Soldat an der Front kämpfen musste. Als der Krieg begann, forderte ihre kranke Schwiegermutter sie auf, wie die anderen aus Weißrussland zu fliehen, doch Lisa wollte bei ihrer Schwiegermutter und den beiden Brüdern ihres Mannes bleiben. Sie konnte sie nicht im Stich lassen und vor den Nazis in den Osten fliehen.
Es dauerte nicht lange und die Nazischergen stürmten das Dorf, trieben alle Alten und Kranken zusammen - auch Lisa, ihre Tochter, Schwiegermutter und die beiden Jungen - und zündeten das Haus an! Alle verbrannten lebendigen Leibes!...
Seite 33 ff
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

      

         

 

 

        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

      

         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                       

         

       

       

  

      

         

 

 

 

 

 

 

 

 

      

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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